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Open Data Impact Award 2021

Zum zweiten Mal hat der Stifterverband den „Open Data Impact Award“ verliehen. Der erste Preis ging an an das Münchner Projekt „CoronaNet“

Verschlossene Türen, Mauern und Zäune schränken die wissenschaftliche Forschung ein, freier Zugang zu Daten beflügelt sie. Auch die Gesellschaft profitiert von Open Access, wenn aus Ideen Lösungen entstehen. Damit dieser Austausch besser gelingt und Forschungsergebnisse noch bekannter werden, schrieb der Stifterverband 2021 im Rahmen seiner Initiative „innOsci – Forum offene Innovationskultur“ zum zweiten Mal den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten „Open Data Impact Award“ aus. Aus den 40 Bewerbungen stellte die Jury eine Shortlist mit 25 Projekten zusammen und wählte drei Gewinnerteams aus. Der Preis wurde Mitte Dezember vom Stifterverband in Kooperation mit der DUZ verliehen. In einer dreiteiligen Serie stellt die DUZ die Preisträger und ihre Projekte vor.

1. Preis CoronaNet

Der erste Preis des diesjährigen „Open Data Impact Award“ geht an das Projekt „CoronaNet Government Response Event Dataset“ von der Hochschule für Politik an der Technischen Universität München.

Die Pandemie hat die gesamte Welt immer noch fest im Griff. Lockdown, PCR-Test, Distanzunterricht, Kontaktbeschränkungen, Einreiseverbote, Maskenpflicht – nach fast zwei Jahren Ausnahmezustand hat sich unser Wortschatz und unser Verhalten an die neuen Gegebenheiten angepasst. 

Ideen gibt es viele. Jedes Land, viele Region, Städte und Kommunen wählten in den vergangenen Monaten eigene Wege, die Pandemie einzudämmen. Bereits im März 2020 begannen Dr. Cindy Cheng und Luca Messerschmidt vom Lehrstuhl für Internationale Beziehungen von Professor Dr. Tim Büthe an der Technischen Universität München (TUM) gemeinsam mit drei Kolleginnen und Kollegen der New York University (NYU) Abu Dhabi und der Yale University damit, eine Datenbank aufzubauen, in der alle politischen Entscheidungen zur Corona-Pandemie gesammelt werden. 

CoronaNet begann als eine Art Crowdsourcing-Forschungsprojekt, an dem zeitweise mehr als 500 Personen aus der ganzen Welt gleichzeitig mitarbeiteten. Insgesamt beteiligten sich mehr als 1 200 Freiwillige, aktiv involviert sind gerade rund 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dieses virtuelle Forschungskonsortium sammelte Daten zu mehr als 100 000 Maßnahmen, Gesetzen und Verordnungen, mit denen Regierungen und staatliche Stellen auf die COVID-19/SARS-CoV-2 Pandemie reagiert haben. Entstanden ist so nach Angaben des Teams die weltweit größte Informationsquelle zu staatlichen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie. 

Die oft in mühsamer Recherche gesammelten Daten sind frei verfügbar. Zahlreiche Webseiten verweisen auf CoronaNet und binden das Projekt in ihr Informationsangebot ein. CoronaNet kooperiert auch mit dem Periscope-Projekt der Europäischen Union.

Das ambitionierte Projekt überzeugte die Jury und das CoronaNet-Team kann sich über den ersten Platz und ein Preisgeld in Höhe von 15 000 Euro freuen. Die Gewinner wissen auch schon, wie sie das Geld investieren wollen. Entscheidend zum Erfolg beigetragen haben die vielen Freiwilligen aus aller Welt, die viel Zeit und Energie in das Projekt steckten, indem sie Daten gesammelt und die Datenbank aufgebaut haben. Mit dem Preisgeld sollen Teilzeitstellen für Forschungsassistenten entstehen. 

www.coronanet-project.org


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