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// Editorial: Wählen //

Wenn am 26. September die Bürgerinnen und Bürger zur Bundestagswahl gehen, wird wohl nur ein kleiner Teil von ihnen über Wissenschaftspolitik nachgedacht haben...

... Wissenschaftspolitik ist nicht wahlentscheidend. Wissenschaft: läuft! Das stellt sie fast täglich auch öffentlich unter Beweis.

Möglicherweise ist das Thema auch zu komplex. Oder zu trocken. Sagen Sie mal in einer geselligen Runde sowas wie: „Die Hochschulen brauchen eine Überarbeitung der Kapazitätsverordnung.“ Wetten, dann müssen plötzlich alle aufbrechen? Mit einem nasebohrenden Bundestrainer, dem deplatziert lachenden CDU-Kanzlerkandidaten oder seiner unflätig ins Mikro fluchenden Grünen-Konkurrentin kommen Sie bestimmt besser an. Allerdings ist eine Bundestagswahl keine gesellige Runde. Deshalb befremdet es, wenn etwa die Zustimmungswerte des sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten Olaf Scholz innerhalb weniger Wochen um bis zu zehn Prozentpunkte nach oben steigen und der schon Totgesagte plötzlich vorne liegt, ohne dass er inhaltlich etwas gravierend Neues ins Feld geführt hat. Der zeitliche Zusammenhang zu den peinlichen Auftritten seiner Gegenkandidaten legt nahe, dass Scholz nicht wegen seiner Konzepte reüssiert, sondern weil er als das kleinere Übel wirkt. (Disclaimer: Ich verfasse diesen Text zweieinhalb Wochen vor der Wahl, möglicherweise ist, wenn Sie ihn lesen, schon wieder alles ganz anders!)

Viele Menschen suchen wohl vor allem jemanden, dem sie glauben und vertrauen können, anstatt sich mit Konzepten und Inhalten auseinanderzusetzen. Die Uni Hohenheim hat in den Wahlprogrammen der Parteien durchschnittlich 43 541 Wörter sowie Bandwurmsätze und Fachchinesisch gefunden (wir wünschen an dieser Stelle stellvertretend den Unionsparteien alles Gute für ihren „Agri-FoodTech-Wagniskapitalfonds“). Sich schlau zu machen, ist mühsam. Das gilt auch für wissenschaftliche Themen. Nicht selten stellt man anschließend fest, dass zwar die präsentierten Informationen logisch klingen, man sie als Fachfremde aber nicht nachprüfen kann. Dann ist doch wieder Vertrauen gefragt.

In der Politik läuft es auf die Hoffnung hinaus, dass die Parteien umsetzen, was sie uns versprechen. So gesehen könnten Sie das DUZ THEMA dieser Ausgabe glatt als vertrauensbildende Maßnahme verstehen (ab Seite 20): Wir haben bei den fünf Parteien, die eine Aussicht auf Beteiligung an der nächsten Bundesregierung haben, nachgehakt, was sie zur Umsetzung ihrer Programmatik zu sagen haben. Worum es geht? Um Wissenschaftspolitik natürlich. Die DUZ wünscht Ihnen eine gute Entscheidung. //

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