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„Europa ist besser als kein Europa“

Erasmus-Initiatorin Sofia Corradi verteidigt zum Europatag die Europäische Union.

Rom/Berlin - Trotz aller Differenzen und der in der Corona-Krise aufkeimenden Kritik an fehlender europäischer Solidarität verteidigt die italienische Erziehungswissenschaftlerin Sofia Corradi, Initiatorin des EU-Austauschprogramms „Erasmus“, energisch die Europäische Union (EU). „Sie und ich unterhalten uns und können frei sagen, was wir wollen. Können Sie sich das Gleiche in China vorstellen? Und denken Sie daran, seit 70 Jahren führen wir in Europa keinen Krieg mehr gegeneinander“, erklärte die 85-jährige, pensionierte Hochschulprofessorin im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa anlässlich des Europatages am 9. Mai. Zwar beklagten die von der Corona-Krise schwer getroffenen südlichen EU-Länder wie Spanien und Italien die mangelnde Unterstützung von nördlichen Mitgliedsstaaten wie Deutschland und den Niederlanden bei der Bewältigung der Krise, aber der positive Nutzen des Staatenbundes überwiege die Differenzen. Corradi betonte: „Ich will nicht so tun, als wäre Europa perfekt oder als könne es nicht verändert oder verbessert werden. Aber ich bin weiterhin der Meinung, dass Europa besser ist als kein Europa.“

Das EU-Programm „Erasmus“ unterstützt Auslandsaufenthalte von Studierenden und Lehrenden an Hochschulen in der EU und hilft, Praktika in ausländischen Unternehmen in der EU zu finanzieren. Mehr als zehn Millionen Menschen haben das Programm bislang genutzt. Es begann 1987 auf Initiative Corradis, die sich fast zwei Jahrzehnte lang dafür stark gemacht hatte.

dpa/ DUZ Redaktion​

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