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// Editorial: Adieu //

Was soll man sagen am Ende? Erstmal der Jahresrückblick. 2019 ist, was die Wissenschaft betrifft, vieles geregelt worden, aber wenig passiert. Viel geregelt: Die Finanzierung der Hochschulen, dauerhaft ist der Bund in den Hochschulpakten ins Geldgeberboot gestiegen....

... Die Gewinner des Exzellenzwettbewerbs sind ermittelt. Die Projekte für die Forschungsinfrastruktur sind – endlich – festgelegt (mehr ab Seite 38), und zum Leidwesen der Hochschulen hat kurz vor knapp auch noch der Bundesrat die Erweiterung der Bezeichnungen „Bachelor“ und „Master“ auf Ausbildungsberufe abgesegnet.

Wenig passiert: Es gilt, Debatten an die Hochschulen zu holen, die Streitkultur zu pflegen. Oder eine solche überhaupt erst zu entwickeln. Mit Fakten und Kritik Druck machen auf die Politik, endlich Taten auf die Erkenntnisse folgen zu lassen, die die Wissenschaft erarbeitet. Sich engagieren und einmischen in die gesellschaftlichen Debatten. Arbeitsverträge ändern und unbefristete Stellen schaffen für den Nachwuchs, auf dass er eine Perspektive findet, solange er altersmäßig noch als Nachwuchs durchgehen kann. Die Qualitätsverfahren in der Wissenschaft verbessern. Schön wäre, irgendwann nicht mehr reflexartig an Plagiate denken zu müssen, wenn im Zusammenhang mit einem Politiker das Wort „Doktorarbeit“ fällt.

Nun zu den Personen. Ende 2019 legen besonders viele und namhafte Persönlichkeiten ihre Ämter nieder. Um nur einige zu nennen: Peter Strohschneider (DFG), Margret Wintermantel (DAAD), Lesley Wilson, das „Gesicht“ des Europäischen Hochschulverbandes EUA. Wilhelm Krull verabschiedet sich von der Volkswagenstiftung, Hans Jürgen Prömel von der TU Darmstadt, Wolfgang A. Herrmann ist schon im September aus dem Präsidentenamt der TU München geschieden. Ebenfalls im Herbst trat Ulrike Beisiegel in Göttingen als Uni-Präsidentin zurück, und dann hätte fast Sascha Spoun sein Amt in Lüneburg niedergelegt, um ihr in Göttingen nachzufolgen – aber, Sie wissen es, nur fast.

Was wollen sie uns sagen am Ende, diese Lenker und Denker, die die Hochschulen und die Wissenschaftspolitik geprägt haben? Fünf von ihnen haben sich von der DUZ befragen lassen: Was war schwer, was fiel leicht, wie haben sie sich durchgeboxt, was wünschen sie ihren Wirkungsstätten und der Wissenschaft für die Zukunft? Über ihre persönlichen Erfahrungen, ihre Einsichten und Aussichten lesen Sie ab Seite 16 dieser Ausgabe.

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