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// Editorial: Digitalisierung //

Es ist eines dieser Modewörter, das viele Menschen im Munde führen, um zu zeigen, dass sie en vogue sind,  von dem aber nur die wenigsten wissen, was es in seinem ganzen Ausmaß bedeutet: Digitalisierung. Oder noch schicker, noch mainstreammäßiger formuliert und vor allem in Talkrunden und auf Konferenzen ganz groß geschrieben – „digitale Transformation“ ...

... oder gar „digitale Revolution“. „Transformation“ und beizeiten auch „Revolution“ klingt gut. Doch was soll da eigentlich zu welchem Zweck und mit welchen Zielen, für wen und mit welchen Mitteln gewandelt und verwandelt werden? Und wie muss dies – um in unserem fachlichen Kontext zu bleiben – für den Hochschul- und Wissenschaftssektor vorbereitet, begleitet und umgesetzt werden?

Bei der Frage nach den Mitteln wird man schnell fündig, gibt es doch jede Menge Tools, technische Anwendungen und digitale Lehr- und Lernumgebungen, die allesamt suggerieren, dass damit Kernaufgaben der Hochschulen, wie die Lehre, eigentlich ein Kinderspiel sind. Sind sie dann doch nicht, wie zum Beispiel die ernüchternden Ergebnisse einer aktuellen Studie des Massachusetts Institute of Technology zur Nutzung von Massive Open Online Courses (MOOCs) belegen: Demnach liegen die Abbruchquoten bei rund 96 Prozent und die Nachfrage befindet sich im Sinkflug. Einer der Gründe: der Faktor Mensch – oder wie es die Psychologin Birgitta Kopp etwas wissenschaftlicher zu erklären vermag: „Es geht wohl nicht nur darum, Kursmaterialien zur Verfügung zu stellen, sondern auch um adäquate digitale Kompetenzen, die Lernende und Lehrende benötigen, wenn solche Angebote nachhaltig genutzt werden sollen“ (ab Seite 45).

Um „adäquate“ Kompetenzen geht es auch bei den Entscheidern und deren Mitarbeiterstäben, die für die Digitalisierungsaktivitäten in ihren Hochschulen zuständig sind. Ich habe hier bewusst den Begriff „Aktivitäten“ benutzt, wo doch eigentlich (Digitalisierungs-)„Prozess“ und „Strategie“ stehen müsste. An Aktivitäten mangelt es nicht, jedoch an Strategien für die Auseinandersetzung der Hochschulen mit der Digitalisierung. Was damit gemeint ist, bringen die Autoren unseres Einleitungsbeitrags Jannica Budde, Florian Rampelt und Barbara Wagner wie folgt auf den Punkt (ab Seite 10): „Mit Strategie ist aber nicht nur die Entwicklung von Zielen gemeint, sondern ein gelebter
Reflexions- und Veränderungsprozess – und das in allen Leistungsbereichen. Strategieentwicklung kann dadurch zum Motor einer breit angelegten Modernisierung von Hochschulen werden.“

Sie sehen: Digitalisierung ist ein äußert komplexes Thema und Handlungsfeld. Wie Wissenschaftseinrichtungen mit dieser Herausforderung umgehen, welche Strategien dafür nützlich sind und auch welche neuen Jobprofile damit einhergehen, erfahren Sie in dieser Sonderausgabe von Wissenschaft & Management. //

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