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Gespräche für ein nachhaltiges Hochschulsystem

Das Thema Nachhaltigkeit boomt im Wissenschaftsmanagement. Hochschulen gehen dabei ganz individuelle Wege. Im Podcast #SciencemanagersForFuture kommen diejenigen zu Wort, die dieses Thema pushen

Dieser Artikel ist in DUZ Wissenschaft und Management in der Rubrik "Reflexionszeit" erschienen und Teil der Online-Reihe "Weiterdenken & Diskutieren" auf DUZ Wissenschaftskarriere.

Als Organisationen mit gesellschaftlich wichtiger Funktion spiegeln die Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen im Lande die gesellschaftlichen Entwicklungen wider. Auch das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Klimaschutz wächst. Worüber ich mich sehr freue. Ich weiß noch, wie es anfing – langsam zwar, aber immer öfter änderten sich die Pausengespräche und die Smalltalk- Themen, immer öfter ging es um Klimaschutz, um Energieeffizienz von Gebäuden. Plastikgeschirr in Workshops wurde gerügt, die Erfordernis von Flugreisen zu Tagungen diskutiert.

Nachhaltigkeit ist DAS Querschnittsthema für Organisationen – auch und vielleicht ganz besonders im Bereich von Forschung, Bildung und Wissenschaft. Als Hochschulberaterin bin ich mit so vielen verschiedenen Hochschulen und Akteuren in Kontakt. Es ist faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich und individuell die Wege sind, die die Hochschulen hierbei gehen. Jede tickt eben anders und individuell. Hochschulen nähern sich dem Thema Nachhaltigkeit strukturell und verändern ihre Formalstruktur durch die Integration von Nachhaltigkeitsthemen. Hier wird ein Green Office gegründet, dort ein Nachhaltigkeitsbüro etabliert oder personell weiter aufgestockt. Andernorts wird eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, an der Nachhaltigkeitsberichterstattung gefeilt und immer mehr Hochschulen ernennen Vizepräsidentinnen und Prorektoren für Nachhaltigkeit. Sie schaffen neue Rollen – und damit neue Funktionen im Wissenschaftsmanagement.

Aus der Perspektive der Organisationssoziologin ist das irre spannend mitzuerleben – quasi Organisationsentwicklung live. Und es gibt immer mehr Akteure in Forschung, Wissenschaft, Wissenschaftsmanagement oder Studierendenschaft, die das Thema an ihrer jeweiligen Hochschule oder in ihren Bereichen enorm und wirkungsvoll pushen. Was treibt sie an? Welche Ziele haben sie? Wie wollen sie diese Ziele erreichen? Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit für ihre eigene Hochschule? Vor welchen Herausforderungen stehen sie? Und was würden sie an ihrer eigenen Wissenschaftsorganisation gerne verändern? Kann man eigentlich ablehnen, wenn die Präsidentin einen fragt, ob man Beauftragter für Nachhaltigkeit werden will? Woher nehme ich das Geld für eine Nachhaltigkeitskoordinatorin? Und sprechen die Kolleginnen und Kollegen noch mit mir, wenn ich die Einschränkung von Flugreisen zu internationalen Tagungen vorschlage?

Über all das spreche ich im Podcast #SciencemanagersForFuture mit den Akteuren, die den Wandel vorantreiben. Vier Folgen des neuen Podcasts gibt es bereits – viele weitere sind in Arbeit. Danke an die bisherigen Gäste: Reiner Finkeldey, Präsident der Uni Kassel; Christina von Haaren, Vize-Präsidentin für Internationales und Nachhaltigkeit der Uni Hannover; Peter Ritzenhoff, Vorsitzender der Hochschulallianz für den Mittelstand, sowie Michael Stipp, Rektoratsbeauftragter, und Frederik Bub, Nachhaltigkeitskoordinator an der Uni Halle-Wittenberg. Die nächste Folge ist bald online – stay tuned!

DR. UTE SYMANSKI gründete 2009 Hochschulcoaching, ist Hochschulberaterin und Coach mit 20 Jahren Erfahrung im Wissenschaftsmanagement und arbeitet mit Führungspersönlichkeiten im Wissenschaftssystem.

www.hochschulcoaching.de
www.sciencemanagersforfuture.de

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