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// Editorial //

Ich weiß nicht, wie es Ihnen ergeht, aber das Thema „digitale Transformation“ schreckt mich ab und erweckt zugleich meine Neugier. Mein Abschreckreflex resultiert daraus, dass der Begriff derzeit inflationär verwendet wird. ...

... Oder anders gesagt: Er ist in aller Munde. Doch – so mein Eindruck – nur die wenigsten wissen, was das eigentlich alles umfasst und welche einschneidenden Veränderungen die digitale Transformation für uns alle mit sich bringt. Mein Abschreckreflex wird zudem durch die oft unreflektierte Begeisterung für die technische Seite der neuen digitalen Technologien befeuert. Für mich steht fest: Im Mittelpunkt jedweder technologischen Neuerung, egal ob in der Arbeitswelt, in Studium und Lehre oder in der Gesundheitsversorgung, muss immer der Mensch stehen. Das gilt auch für die unendlich neuen Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung eröffnet.

Unbestreitbar ist: Die neuen digitalen Technologien und Medien ermöglichen eine Vielzahl neuer Kommunikations-, Interaktions- und Kollaborationsformen, die den Handlungsspielraum – auch von Hochschulen – erheblich erweitern. So können durch den Einsatz digitaler orts- und zeitunabhängiger Formate zum Beispiel neue Zielgruppen und Kooperationspartner erschlossen werden und es kann der so wichtige Transfer aus den Hochschulen in die Gesellschaft und vice versa erweitert werden. Allerdings befördert der digitale Wandel die Entwicklung hin zu einer sogenannten VUKA-Welt, was für Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität steht und selbstverständlich nicht zu unterschätzende Folgen für die Gesellschaft nach sich zieht. Dies gilt übrigens auch für den auf Digitalisierung gestützten Wissenstransfer, wie die Ergebnisse des Projektes „Digital Knowledge Transfer Model“ zeigen (ab Seite 14). Das an der Leuphana Universität Lüneburg angesiedelte Projekt untersuchte die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für den Wissenstransfer an Hochschulen und kommt dabei unter anderem zu dem Schluss: „Auch der Wissenstransfer ist komplexer geworden, indem durch Digitalisierung Kommunikation und Kooperation unmittelbar, dialogisch und agil stattfinden. Da die Essenz der Digitalisierung in ihrer steten Wandelbarkeit liegt, benötigt man, um die Digitalisierung nachvollziehen zu können, eine ihr zugewandte Geisteshaltung.“ Gemeint ist damit nicht weniger als die Bereitschaft der involvierten Mitarbeiter für Veränderungen. Gefordert sind hier nicht nur die einzelnen Personen, sondern vor allem die Wissenschaftsinstitutionen, die die Menschen „mitnehmen“ müssen und ein innovationsförderndes Umfeld schaffen, das „Interaktion und Teilhabe fördert“ und Experimentierräume eröffnet „mit der Option zum zwischenzeitlichen Scheitern“ – so eine wichtige Schlussfolgerung des Lüneburger Forscherteams.

Eine, die Menschen nicht nur mitnehmen will, sondern überzeugt davon ist: „Als Politikerin muss man Menschen mögen“, ist Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle. Lesen Sie dazu unser Interview mit der SPD-Politikerin ab Seite 8.

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