03/2026 vom 06.08.2026
Die Zeiten sind turbulent, die Kassen leer und die Angst, dass die nächste Sparrunde alles noch schlimmer macht, sorgt für Unruhe und Verwerfungen in den Hochschulen. Mittendrin und zwischen allen Stühlen stehen die Kanzler*innen, die nicht selten den Kopf für die von der Politik verordneten Sparexzesse hinhalten müssen. Oder mit den Worten von Ulrike Graßnick, Kanzlerin der Universität Trier, ausgedrückt: „Letztendlich hat man als Kanzler* in die unbeliebteste Funktion im Haus.“ Nichtdestotrotz kann das Amt ein Spitzenjob sein, denn Kanzler*innen können das Profil und die Entwicklung einer Hochschule mitgestalten und für bestmögliche Rahmenbedingungen für Forschung, Lehre, Transfer und Weiterbildung sorgen. Schließlich sind sie nicht nur Haushälter, sondern gleichberechtigte Mitglieder der Hochschulleitung. Einen Einblick in das Amt und welche Voraussetzungen Bewerber*innen dafür mitbringen müssen, bietet Ihnen das THEMA in der DUZ Wissenschaft & Management 3.2026 (6. August). Ab sofort als Digitalmagazin im Open Access-Format kostenfrei zugänglich.
THEMA:
Impulsgeberinnen für den kulturellen Wandel
Kanzlerinnen sind heutzutage weitaus mehr als „nur“ die Verantwortlichen für den Hochschulhaushalt. Vielmehr setzen sie Standards für Zusammenarbeit, Kommunikation und Entscheidungsfindung und beeinflussen damit nachhaltig, ob Verwaltungen sich selbst als gestaltenden, strategisch relevanten Teil der Hochschule verstehen. Dies hat Konsequenzen für das Anforderungsprofil und die Besetzung dieser Schlüsselposition
| Von Christina Reinhardt
THEMA:
„Meine Verwaltung hat keinen Selbstzweck und ich auch nicht“
Kanzler*innen einer Hochschule sind heute Hochleistungsmanager*innen. Ohne ihren engagierten Einsatz funktioniert eine Hochschule nicht gut und kann sie schon gar nicht zukunftsfähig gemacht werden. Neben den vielfältigen und immer komplexer werdenden Aufgaben, die Kanzler*innen tagtäglich bewerkstelligen müssen, ist es vor allem die nach wie vor bestehende Kluft zwischen Verwaltung und Wissenschaft, die sie vor große Herausforderungen stellt. Einblicke von Ulrike Graßnick, Kanzlerin der Universität Trier
| Interview: Veronika Renkes
Vom Objekt zum Akteur
Forschungssicherheit sollte als integrierter Bestandteil der Arbeit an Hochschulen und Forschungseinrichtungen verstanden und mit entsprechenden Maßnahmen strategisch und organisatorisch begleitet werden. Wie akut das ist, zeigt die aktuelle Diskussion um das Helmholtz Center for IT Security, Privacy and Accountability (CISPA). Es ist der Verdacht aufgekommen, dass das CISPA mit Forschenden zusammenarbeitet, die Verbindungen zu kritischen Institutionen in China unterhalten
| Von Gerold Heinrichs
KI bietet Chance für Vielsprachigkeit
Künstliche Intelligenz (KI) verändert Forschung und Lehre in nie dagewesener Geschwindigkeit und erfordert vielerorts ein Umdenken. Ein Beispiel ist die bisherige Bedeutung des Englischen als „die“ internationale Wissenschaftssprache. Durch den Einsatz KI-gestützter Übersetzungssysteme wird ihre Dominanz aufgebrochen und es könnte mehr Raum für andere Sprachen geschaffen werden
| Von Otto Petrovic
Förderlogik neu ausrichten
Die Transferförderung in Deutschland berücksichtigt zu wenig die Bedarfe und Möglichkeiten der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW). Der Beitrag benennt auf der Grundlage neu erhobener Daten sechs Strukturdefizite und zeigt auf, wo Ansätze zur Reform bestehen. Denn für das Autorenteam steht fest: Wer HAW als Transfermotor für Mittelstand, Regionen und Gesellschaft ernst nimmt, muss die Konsequenz ziehen: Die Förderlogik sollte sich an den Potenzialen der Hochschulen ausrichten – nicht umgekehrt
| Von Elisabeth Holuscha, Kira Kastell, Peter Ritzenhoff
Nicht immer ein Gewinn in Euro, aber trotzdem ein Gewinn
Universitätsverlage rechnen sich nicht in Euro, sondern in Sichtbarkeit und Reputation. Ob die Rechnung aufgeht, entscheiden die Organisationsform und die Entscheidungsbefugnisse – Teil 2 der DUZ-Serie über Verlagsgründungen an Hochschulen
| Von Sabrina Diab-Helmer
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