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duz MAGAZIN
Nr. 08 vom 23. Juli 2010

 
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Foto: Eric Lichtenscheidt / www.lichtenscheidt.de
 
editorial  
 

Zeig mir deine Freunde, und ich sag dir, wer du bist. Das Sprichwort lässt sich auch auf Hochschulleitungen übertragen. Es müsste dafür nur leicht abgewandelt werden: Zeig mir deine Vizepräsidenten, und ich sag dir, wo du stehst.
Ob es nun die Internationalisierung, der Technologietransfer, die wissenschaftliche Nachwuchsförderung oder die Weiterbildung ist. Schon der Ressortzuschnitt der Prorektoren und Vizepräsidenten zeigt an, womit eine Hochschule im Wettbewerb punkten will. Die Vizepräsidenten von heute sind also weit mehr als die Leute, die mal eben einspringen, wenn der Präsident keine Zeit hat: Ihre Gesichter machen das Profil einer Hochschule aus.
Ein paar dieser Gesichter zeigt das duzMAGAZIN in der Titelgeschichte dieser Ausgabe. Wer die Fotostrecke mit den Führungsteams der Universitäten in Oldenburg, Rostock, Duisburg-Essen und der Technischen Universität Berlin betrachtet, wird Hochschulmanager sehen, die so freundlich in die Kamera lächeln, als wäre der Job ein stetes Vergnügen. Natürlich ist das nicht der Fall. Wo Richtungsentscheidungen fallen, kann nicht immer eitel Sonnenschein herrschen. Da wird und muss um den besten Kurs gestritten werden.
 

 
DUZ MAGAZIN
 

 
Gerade jetzt sehen die Leitungsteams unruhigen Zeiten entgegen. Die Kürzungswellen, die die Hochschulen in diesen Wochen und Monaten erfassen, werden den inneren Zusammenhalt der Hochschulen und ihrer Präsidien auf die Probe stellen. Dass der Präsident beziehungsweise Rektor im Konfliktfall das Sagen hat, dürfte zwar allen Beteiligten klar sein. Und doch kann in solchen Situationen der vermeintliche Vertraute dem Präsidenten zum Widersacher werden. Lesen Sie mehr über Freud und Leid der Vizepräsidenten in der duz-Titelgeschichte ab Seite 9.

Christine Prußky